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Trendspione und die internationale Verbindung über Social Intranet bei Bene

Ein Jahr nach Erscheinen unseres Buches von BeingSocial hatte ich gemeinsam mit meinem Co-Autor Mike Gattereder von Digitalwerk Gelegenheit ein weiteres Interview zu führen. Diesmal mit  Josef Schrefel, Head of eMarketing Bene einem unserer Best Case Partner des Buches.

 

Lieber Josef, ein Jahr später wo steht Ihr heute in der Implementierung und Nutzung von Social Media für interne und externe Kommunikation?

Bene ermutigt seine Mitarbeiter nachhaltig zur Beobachtung von Trends und Entwicklungen via Social Media. Nach der bottom up Entwicklung von Social Media Guidelines von erfahrenen und weniger erfahrenen Mitarbeiterinnen  fand eine interne Aufklärung statt.
Dabei  hatte jeder Standort hatte die Möglichkeit einen „Bene Trendspion“ zu nennen. Trendspione haben eine wichtige Funktion im Unternehmen. Sie posten über Schauraumgestaltung (z.B. über unser neuestes Produkt den RIYA), Events, aktuelle Projekte, Mitbewerbsbeobachtung und informieren damit extern aber auch intern über regionale Aktivitäten und Projekte.

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Welchen Spirit, welche Kompetenzen haben Eure Trendspione?

Die Trendspione zeichnen sich vor allem durch ihren Spirit für das Unternehmen aus, haben ein hohes soziales Interesse und teilen gerne. Natürlich unterstützen wir im Aufbau von digitalen Kompetenzen durch unsere Guidelines und darauf aufbauend on demand.
Trendspione melden sich für diese Funktion freiwillig. Die Personen kommen aus allen Bereichen (Innendienst-Mitarbeiter, Vertrieb, Juniors etc.) und bekommen einen Basis KIT. Facebook ist für uns ein gutes Intranet Tool geworden. Trendspione informieren sich dabei in eine geschlossene Facebook-Gruppe. Die Veröffentlichung der Inputs erfolgt dann durch definierte Editoren. Im Laufe der Zeit kann jedoch jeder Trendspion selbst zu einem Editor der regionalen Facebook Seite werden.

Du sprichst vom Facebook als Social Intranet, viele stehen dem kritisch gegenüber, was sind Eure Erfahrungen?

Im Social Intranet stellen wir fest, dass Mitarbeiter mit „Anker“-Arbeitsplätzen z.B. in der Buchhaltung, IT etc. unsere Produkte ggf. nur aus dem Schauraum oder als Zahlenreihen kennen. Durch die Postings und die sozialen Netzwerk Kanäle entstehen Geschichten und plötzlich sieht jeder wo er mitgearbeitet hat. So entsteht in unserer Kultur durch Austausch mehr soziale Nähe auch auf internationaler Ebene. Die Beziehungen und damit das „WIR-Gefühl“ über die Länder hinweg werden damit gestärkt und verbindlicher.  Wir können bisher feststellen, dass es keinen Einfluss auf die Produktivität nimmt – ganz im Gegenteil.

Intern hat sich auch Yammer als soziales Netzwerke etabliert. Das ist eine Graswurzelbewegung. Es braucht eine Bewusstseinsbildung für die Entwicklung der Social Culture. Prozessanweisungen und Vorschriften bringen hier wenig und werden auch nicht angenommen. „Social“ setzt auf Empathie, Begeisterung und Identifikation.

Welche Auswirkungen ergeben sich daraus auf Eure Unternehmenskultur?

Der Kulturwandel vollzieht sich schrittweise. Hier konnten wir auf viel Vertrauen des Managements bauen. Natürlich kristallisieren sich engagiertere Mitarbeiter aufgrund der Reichweite von Social Media Kanälen heraus. Ihre Aktivität kommt dann wieder allen zu Gute. Schließlich entscheidet jeder selbst, was er in seiner Timeline teilen möchte. Für die Entwicklung der Kultur hin zu mehr „social“ ist es erforderlich, Bottom up zu arbeiten.

Wie wird es weitergehen, was sind Eure nächsten Schritte?

Im nächsten Schritt möchten wir gemeinsam mit allen Trendspionen einen jährlichen persönlichen Austausch initiieren, um die persönliche Vernetzung zu fördern und standortübergreifende Aktivitäten zu setzen. Hier sind kulturelle Unterschiede zu berücksichtigen. Gleichzeitig möchten wir das Bewusstsein für Interaktionsdynamiken auf Social Tools für unser Netzwerk besser nutzen und damit unsere Ansprechpartner vor Ort stärken.

Wenn jemand heute mit sozialen Netzwerken beginnen möchte, was würdest Du empfehlen?

Bring Neugierde mit als Person und fürs Thema, innere Überzeugung und geh Kaffee trinken, Social Media ist eine Face to Face Kommunikation. Josef Schrefel, Head of eMarketing bei Bene.

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